Biochemische Methoden der Stammbaumforschung, ein historischer Überblick |
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1900 Präzipitin-TestDie erste dokumentierte biochemische Untersuchung des Verwandtschaftsgrades zweier Arten führte bereits 1900 der britische Biologie FALKNER durch. Er untersuchte Blutproben von Menschen, Schimpansen, Gorillas, Orang-Utans und Gibbons und kam zu dem Schluss, dass der Mensch mit den afrikanischen Menschenaffen näher verwandt ist als mit den asiatischen. Im Laufe der nächsten Jahre wurde diese Untersuchungsmethode verfeinert und ist heute als Präzipitin-Test bekannt. Weitere Informationen zum Präzipitin-Test 1960 Protein-Sequenzierung1960 wurden die Blutproteine verschiedener Arten isoliert und mit Hilfe der Elektrophorse in ihre Einzelbestandteile zerlegt. Die so gewonnenen Proteine wurden dann Aminosäure für Aminosäure chemisch abgebaut, so dass schließlich die Aminosäure-Sequenz bestimmter Proteine verglichen werde konnte. Weitere Informationen zur Protein-Sequenzierung 1975 DNA-HybridisierungDiese Aminosäure-Sequenzierung war sehr umständlich und wurde Ende der 60er Jahre langsam von ersten, noch recht ungenauen DNA-Analysen abgelöst. 1966 entwickelten BRITTEN und KOHNE die DNA-DNA-Hybridisierung, welche sich aber erst Mitte der 70er Jahre in der Evolutionsbiologie durchsetzte. Weitere Informationen zur DNA-Hybridisierung 1985 DNA-SequenzierungAb 1973 konnte man Gene gezielt klonieren, und 1975 bis 1977 entwickelten SANGER die Strangabbruchmethode sowie MAXAM und GILBERT die chemische Sequenzierung der DNA, wie sie auch heute noch angewandt werden. Weitere Informationen zur DNA-Sequenzierung |
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Ulrich Helmich, März 2005 |
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