|
WATSON und CRICK haben nicht nur das Doppelhelixmodell aufgestellt, sondern quasi nebenbei auch noch gleich den Replikationsmechanismus entdeckt - berühmtes Zitat aus ihrer spektakulären Veröffentlichung in Nature:
Alles verstanden? Sonst kommt hier die Übersetzung:
|
Zum Thema Replikation können Sie von mir auch einen Satz von 12 Folien und 5 Arbeitsblätter erhalten. Einzelheiten hier. |
|
Betrachten wir nun den Aufbau der DNA in einem sehr stark vereinfachtem Schema:
Die Doppelhelix ist bereits "entwunden", so dass die beiden Einzelstränge streng parallel verlaufen. Die grauen Gebilde symbolisieren das DNA-Rückgrat, das ja aus Desoxyribose-Molekülen sowie Phosphat-Gruppen besteht, die sich regelmäßig abwechseln. Im Innern der Leiter erkennt man die vier DNA-Basen, die hier schön bunt und in Komplementärfarben (rot/grün bzw. gelb/blau) gezeichnet sind. Ein Adenin (blau) paar sich immer mit einem Thymin (gelb), und ein Guanin (rot) immer mit einem Cytosin (grün). |
|
Wir sehen hier, wie ein Enzym ankommt und den DNA-Doppelstrang aufschneidet. Irgendwie erinnert das an einen Reißverschluss. Oberhalb des Enzyms ist die Doppelhelix noch intakt, die Einzelstränge werden durch die H-Brücken zusammen gehalten. Da, wo das Enzym vorbeigekommen ist, existieren die H-Brücken nicht mehr, und die DNA-Stränge lösen sich voneinander. Die Basen verlieren ihre komplemtären Bindungspartner. |
|
Die ständig im Zellplasma herum diffundierenden Nucleotide A, T, G und C setzen sich nun an die frei gewordenen Basen. An ein freies C setzt sich ein G-Nucleotid, an ein freies A ein T-Nucleotid und so weiter. An sich würde dieser Vorgang Jahre dauern, wenn er nicht durch bestimmte Enzyme wahnsinnig beschleunigt würde. Aber um diese Enzyme kümmern wir uns später; sie sind auch noch nicht in das Schema eingezeichnet. |
Die drei Abbildungen der DNA finden Sie übrigens auch auf den Folien des Foliensatzes zur DNA-Replikation (siehe oben). |

(C) Ulrich Helmich, September 2008