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(C) Ulrich Helmich 2004 - 2008 Kommen wir jetzt auf die R-Region ganz links zurück. Das Regulator-Gen R codiert die Bauanleitung für ein Repressor-Protein. Die Abbildung zeigt die Transkription des Regulator-Gens und dann die Translation der mRNA. |
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(C) Ulrich Helmich 2004 - 2008 Hier sehen wir, was das Repressor-Protein macht. Es setzt sich - gemäß dem Schlüssel-Schloss-Prinzip - an die Operator-Region des lac-Operons und blockiert dadurch die RNA-Polymerase. Wenn der Repressor am Operator sitzt, kommt sie nicht an dem Repressor vorbei, und die Transkription wird abgebrochen.
(C) Ulrich Helmich 2004 - 2008 Daher spricht man hier auch von "Hemmung (der Transkription) durch Repression". Wenn man sich das Repressor-Protein genauer anschaut, erkennt man ein allosterisches Zentrum. Hier können sich kleinere Moleküle hineinsetzen und so die Struktur des Repressors verändern. Schauen wir uns an, was passiert, wenn die Glucose-Konzentration in der Zelle ansteigt: |
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Diese schönen Bilder stammen alle aus dem Foliensatz "Das lac-Operon", den Sie gegen einen kleinen Unkostenbeitrag oder gegen gleichwertiges Tauschmaterial von mir erhalten können (25 Folien und Arbeitsblätter). Details siehe meine Folienseiten.
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(C) Ulrich Helmich 2004 - 2008
Es passiert gar nichts, weil die Glucose nicht in das allosterische Zentrum des Repressors passt. Betrachten wir nun, was geschieht, wenn nicht die Glucose-Konzentration, sondern die Konzentration der Lactose in der Zelle ansteigt:
Das ist schon etwas anderes. Die Lactose passt genau in das allosterische Zentrum des Repressor-Proteins hinein. Wieder einmal kommt das Schlüssel-Schloss-Prinzip zur Anwendung: Glucose war der falsche Schlüssel für den Repressor, Lactose scheint der richtige Schlüssel zu sein. Welchen Effekt bewirkt nun die Lactose? Betrachten wir dazu das nächste Bild:
(C) Ulrich Helmich 2004 - 2008 Das Repressor-Protein löst sich vom Operator! Die Bindung des Repressors an die DNA unterlag ja dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Der Repressor setzt sich an die Operator-Region, weil die DNA-Struktur hier komplementär zu einer bestimmten Region des Repressor-Proteins ist. Wahrscheinlich sind hier H-Brücken und/oder elektrostatische Anziehungskräfte zwischen den Basen der DNA und den Seitenketten bestimmter Aminosäuren für die Bindung verantwortlich. Durch den Effektor bzw. Induktor Lactose hat sich jetzt die Struktur des Repressors derart verändert, dass das Schlüssel-Schloss-Prinzip nicht mehr gewährleistet ist. Der Repressor löst sich daher von der Operator-Region und macht so den Weg für die RNA-Polymerase frei. Die Transkription der drei Strukturgene X, Y und Z kann jetzt beginnen. |
Hier sehen Sie die Folie 6 aus dem Foliensatz. |
(C) Ulrich Helmich 2004 - 2008 Hier sehen wir - stark schematisiert - die RNA-Polymerase in Aktion. Sie stellt mRNA her, die von den Ribosomen in Enzyme übersetzt wird, die anschließend die Lactose abbauen. Was geschieht nun? Die Lactose-Konzentration sinkt durch die Tätigkeit der Enzyme, und die Wahrscheinlichkeit, ein Repressor-Molekül anzutreffen, in dessen allosterischen Zentrum sich ein Lactose-Molekül befindet, sinkt. Die Zahl der unbesetzten Repressor-Moleküle steigt dagegen an. So wird es wieder wahrscheinlicher, dass die Operator-Region besetzt ist, und die Transkriptionsrate sinkt drastisch. Dies ist ja auch sinnvoll, wenn keine Lactose mehr vorhanden ist. Näheres zu diesem Thema finden Sie in dem Foliensatz "Das lac-Operon", den Sie bei mir erhalten können. |
(C) Ulrich Helmich, August 2008
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