Helmichs Biologie-Lexikon

Phänotyp

Ursprünglich Bezeichnung für das "äußere Erscheinungsbild" eines Individuums (beim Menschen zum Beispiel Kopfform, Augenfarbe, Haarfarbe, Körpergröße etc.). Heute rechnet man auch "innere Werte" wie Verhaltensweisen (jähzornig, ruhig, ängstlich, mutig) und physiologische Daten (Blutdruck, pH-Wert der Körperflüssigkeit, Konzentration bestimmter Hormone etc.) zum Phänotyp hinzu.

Der Phänotyp eines Individuums wird von zwei Faktoren beeinflusst: Der Genotyp legt die so genannte Reaktionsnorm fest, und Umweltfaktoren bestimmen dann innerhalb dieser Reaktionnorm das konkrete Erscheinungsbild.

Phänotypische Plastizität

Dieser Begriff ist eine Umschreibung für die Tatsache, dass der Genotyp lediglich eine gewisse Bandbreite festlegt, innerhalb derer Umweltfaktoren den endgültigen Phänotyp bestimmen können. Wenn die Umwelt einen großen Einfluss auf den Phänotyp hat, spricht man von einer hohen phänotypischen Plastizität. Hat die Umwelt einen geringen Einfluss auf den Phänotyp, so ist die phänotypische Plastizität des Organismus klein.


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Evolution/Variabilität/Phänotyp

Evolution/Variabilität/Umwelteinflüsse


(C) Ulrich Helmich, Februar 2009





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