Ökologie

Einführung in die Ökologie

Gastbeitrag von Andy Buschmann

von Andy Buschmann

Als Begründer der Ökologie gilt Ernst Heinrich Haeckel, der den Begriff 1866 definierte. Allgemein versteht man unter dem Begriff "Ökologie" die Wissenschaft von den Beziehungen zwischen Organismen und Umwelt. So untersucht ein Ökologe zum Beispiel wie sich das Aussterben einer Art auf die anderen Arten im gleichen Ökosystem verhält oder wie Eingriffe durch den Menschen in die Umwelt auf andere Lebewesen und Organismen auf der Erde wirken.

Natürlich ist eine solche Anschauung zu allgemein und das Spektrum der gesamten Ökologie zu groß für einen Wissenschaftsbereich. Aus diesem Grund teilt man die Ökologie in weitere Wissenschaftsfelder auf, die sich jeweils mit anderen Teilbereichen aus der Ökologie beschäftigen.

Auch die Umwelt teilt der Ökologe in verschiedene Bereiche ein, deren wechselwirkende und für Lebewesen bewohnte Gesamtheit man Biosphäre bzw. Ökosphäre nennt. Die Lufthülle, welche die Erde umgibt, nennt man Atmosphäre. Zur Atmosphäre gehören beispielsweise auch Wolken. Die von Lebewesen besiedelten Teile des Bodens – u.a. die im Wald von Insekten durchwanderten Humusschichten - werden als Pedosphäre bezeichnet. Die darunterliegenden Gesteinsschichten nennt man Lithosphäre. Der größte Teil der Erde ist von Wasser bedeckt. Dieses riesige Gebiet voller Leben ist die Hydosphäre.

In die Autökologie fließen biotische und abiotische Faktoren ein. Als biotische Faktoren werden Artgenossen, Nahrungspflanzen, Feinde, Krankheitserreger, Parasiten und artfremde Nahrungskonkurrenten gezählt. Abiotische Faktoren sind dagegen äußere Einflüsse wie Licht, Temperatur, Wasser und Bodenbeschaffenheit.

Die Autökologie beschäftigt sich mit dem einzelnen Organismus, zum Beispiel können Fragestellungen wie "Wie reagiert Ratte A auf Käfer B, dessen Gift bei Ratte D eine kurzzeitige Lähmung hervorgebracht hat?" ergründet werden.

Die Populationsökologie (früher: Demökologie) nimmt die ganze Population einer Art und deren Verhalten unter die Lupe. Eine Fragestellung könnte so aussehen: "Wie reagiert Art A auf Art B wenn es eine Territorialvermischung gäbe?"

Der oben erwähnte Begriff Ökosystem ist die Lebensgemeinschaft der Arten (z.B. Falke - Maus – Insekt), die sogenannte Biozönose, zusammen mit dem abgegrenzten Bereich in welchem diese Biozönose stattfindet, dem Biotop. Also: Biozönose + Biotop = ein Ökosystem. Auf der Erde gibt es Tausende, wenn nicht sogar Millionen verschiedene Ökosysteme. Es gibt beispielsweise in Meergrasfeldern eigene Ökosysteme, aber auch der Boden im Wald ist ein Ökosystem.

Die Lebensgemeinschaften verschiedener Lebewesen, z.B. Pflanze / Tier, untersucht die Synökologie.

Dies ist ein Gastbeitrag von Andy Buschmann, einem Schüler meines aktuellen Biologie-Grundkurses der Stufe 12.

Ökologie

Folgende Skizze zeigt links jeweils die Begrifflichkeiten und rechts die dazugehörige Wissenschaft in der Ökologie:

Skizze zur Veranschaulichung der Ökologie

(C) Text und Bild:
Andy Buschmann





(C) Ulrich Helmich, Januar 2010

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