Reduktion von NADP+

Wie man hier sieht, werden die Elektronen vom aktivierten P*700 auf ein Pigment namens Ferredoxin übertragen. Von dort gelangen die Elektronen schließlich mit Hilfe des Enzyms FNR (Ferredoxin-abhängige NADP-Reduktase) zum Endakzeptor NADP+. Das NADP+ nimmt zwei Elektronen auf und lagert ein Proton an, so dass NADPH entsteht. Ein zweites Proton wird dem NADPH meistens formal "zugeschlagen", daher schreibt man häufig NADPH/H+.
Das Ferredoxin ist ein kleines Protein, das zwei Eisen-Ionen enthält. Das Redoxpotenzial vom Ferredoxin ist sehr negativ, es beträgt ca. -0,43 Volt. Interessanterweise kann das Ferredoxin seine Elektronen nicht nur an NADP+ abgeben, sondern an eine Vielzahl von anderen Elektronen-Akzeptoren.
Beispielsweise kann Ferredoxin Oxalsäure zu Äpfelsäure reduzieren, die dann in das Cytoplasma exportiert wird. Dort kann die Äpfelsäure wieder zu Oxalsäure oxidiert werden, wobei NADH erzeugt werden kann. Auf diese Weise können Reduktionsäquivalente aus den Chloroplasten in das Cytoplasma transportiert werden. Dies geschieht vor allem dann, wenn in den Chloroplasten ein Überschuss an NADPH/H+ vorliegt. Man spricht hier auch von einem Malat-Ventil.
Interne Links:
- Übersicht über das Z-Schema
- Redoxpotenzial (Chemie-Seiten)