IMPRESSUM





IMPRESSUM

Home > Biologie > Zellbiologie > Betriebsstoffwechsel

Glycolyse im Überblick

Schritt 1 -
Phosphorylierung der Glucose

In der Vorbereitungsphase der Glycoloyse soll die Glucose in zwei kleinere Moleküle gespalten werden. Damit dies geschehen kann, muss die Glucose zuvor aktiviert werden.

Der 1. Schritt der Glycolyse ist eine Phosphorylierung: die Übertragung eines Phosphat-Restes auf die Glucose. Dadurch wird das Molekül um ca. 16,7 kJ/mol energiereicher als es schon ist.

Schritt 2 -
Isomerisierung des Glucose-
Phosphats

Bei dieser Isomerisierung wird lediglich die Struktur des Moleküls verändert; es wird weder nennenswerte Energie in das Molekül hineingesteckt, noch wird eine Oxidation oder Reduktion durchgeführt. Dieser Reaktionsschritt ist reversibel.

Schritt 3 -
Die zweite Phosphorylierung

Im 3. Schritt wird das Fructose-6-Phosphat durch Anhängen einer weiteren Phosphatgruppe noch weiter aktiviert; die innere Energie des Moleküls steigt wieder um ca. 16 kJ/mol.
Das katalysierende Enzym dieses 3. Schritts heißt
Phosphofructokinase und kann durch ADP aktiviert sowie durch ATP und Fettsäuren (!) gehemmt werden.

Der Reaktionsschritt ist genau wie der erste irreversibel; die freie Reaktionsenergie der Rückreaktion reicht nicht aus, um ADP zu phosphorylieren.

Schritt 4 -
Die Spaltung

Im 4. Schritt wird das Fructose-1,6-diphosphat-Molekül in ein Glycerinaldehyd-Phosphat- und ein Dihydroxyaceton-Phosphat-Molekül gespalten. Die durch das Enzym Aldolase katalysierte Reaktion verläuft in zwei Teilschritten.

Zunächst wird der Ring an einer Art "Sollbruchstelle" aufgespalten. Dies ist bei Glucose und Fructose nichts Ungewöhnliches; ein Teil der Zuckermoleküle liegt in der Ringform vor, ein anderer Teil in der Kettenform.

Im zweiten Teilschritt wird das kettenförmige Molekül nun endgültig gespalten. Es entstehen Glycerinaldehyd-Phosphat (GAP) und Dihydroxyaceton-Phosphat (DHAP). Der Pfeil im grauen Kasten zeigt, dass das DHAP in GAP umgewandelt werden kann, so dass im Endeffekt zwei GAP-Moleküle aus einem Fructose-1,6-Diphosphat-Molekül entstehen.

Schritt 5/6 -
Gewinnung von ATP

Im 5. Schritt wird der C3-Körper oxidiert. Diese Reaktion ist so exotherm, dass eine weitere Phosphatgruppe angelagert werden kann, welche dann im 6. Schritt auf ein ADP-Molekül übertragen wird. Damit ist die Energiebilanz der Glycolyse am Ende des 6. Schrittes ausgeglichen. Die beiden ATPs, die in den Schritten 1 und 3 in die Glucose hineingesteckt worden sind, werden im 6. Schritt (der ja zweimal abläuft) zurückgewonnen.

Schritt 7 -
Isomerisierung

Im 7. Schritt lagert sich das Glycerat-3-Phosphat in das isomere Glycerat-2-Phosphat um. Ohne diese Isomerisierung kann der nächste Reaktionsschritt nicht ablaufen.

Schritt 8 -
Vorbereitung von Schritt 9

Im 8. Schritt entsteht durch Wasserentzug das Phospho-Enol-Pyruvat (PEP), welches ein recht hohes Energieniveau hat.

Schritt 9 -
ATP-Gewinnung

Im 9. Schritt entsteht das Endprodukt der Glycolyse, das Pyruvat:
Die für die Bildung von ATP notwendige Phosphat-Gruppe stammt aus dem PEP-Molekül. Dies ist somit der 2. Schritt, bei dem ATP gebildet wird. Wieder handelt es sich um eine Substratketten-Phosphorylierung.

 
"...die Seite über die Glykolyse und den Citratcyklus etc. sind wirklich sehr schön und informativ. Ich habe damit meine Bioklausur vorbereitet. Danke.
Allerdings werden bei mir einige Bilder auf der Seite Glykolyse nicht angezeigt, vielleicht sind die nur falsch eingebunden.
Ich schreibe das, weil die Seiten super schön sind, und - wenn diese Bilder auch noch angezeigt würden - , die Seiten perfekt wären..."
Rosi Aigner

Ich habe die Bilder noch mal neu hochgeladen, also müssten die Seiten jetzt perfekt sein!
Ulrich Helmich, 06.07.2003


(C) Ulrich Helmich im Juli 2003
Erstellt mit GoLive 5 auf einem G3-Mac

 

 





IMPRESSUM