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für Lehrer:Objektorientierte Programmierung im Unterricht |
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| Die objektorientierte Programmierung hat in den letzten Jahren (so ab 1990) zunehmend an Bedeutung erfahren, sowohl in der Industrie wie auch an Schulen und Universitäten. Obwohl sich alle Fachleute darüber einig sind, dass objektorientierte Programmierung eine sinnvolle Sache ist, herrschte doch lange Zeit so gut wie keine Einigkeit darüber, wie und wann man im Informatikunterricht an den Schulen (und Universitäten) konkret vorgehen sollte.
In den Anfängen wurde strikt prozedural unterrichtet. Die Schüler lernten die Grundzüge von Pascal. Zunächst das übliche "Hallo-Welt"-Programm, dann Verzweigungen (IF-THEN-ELSE), anschließend Schleifen (FOR, WHILE, REPEAT), dann Prozeduren und Funktionen und so weiter. Am Ende der Stufe 11 wurden Datentypen wie Arrays und Records eingeführt. Manche Lehrer blieben auf diesem Niveau stehen und programmierten in der Stufe 12 und 13 Listen, Bäume und andere Datenstrukturen streng prozedural. Etwas aufgeschlossenere Lehrer wagten den kalten Sprung in die OOP und landeten dabei manchmal sehr unsanft. Die Schüler, die sich an die prozedurale Programmierung gewöhnt hatten, wollten nämlich von dieser nicht mehr loslassen. Warum sollte man auch Programme schreiben, die doppelt so lang waren wie bisher und dennoch nicht mehr leisteten? Erst nach ca. 6 bis 8 Wochen hatten sich die Schüler an das neue Programmierkonzept gewöhnt und erkannten dann auch die Vorteile der OOP. Heute geht man an vielen Schulen bereits anders vor und steigt sofort mit der OOP ein. Die Schüler sollen die veraltete prozedurale Programmierweise erst gar nicht kennenlernen. Dann entfällt auch diese unproduktive 6-8-Wochen-Hürde der Umgewöhnung. Wenn man es richtig macht, ist das Unterrichten objektorientierter Programmierung nicht schwer; die Schüler lernen den Umgang mit Klassen und Objekten spielend leicht. Schaut man sich einige typische Programmier-Lehrbücher an, so fällt allerdings auf, die häufig immer noch nach der ersten Methode vorgegangen wird. Erst mal werden die Sprachelemente erklärt, dann folgt meistens ein ganzes Kapitel über Variablen und Datentypen, dann geht es meistens mit Verzweigungen und Schleifen weiter etc. Trotzdem haben wir an unserer Schule, dem Söderblom-Gymnasium, ein hervorragendes Lehrbuch gefunden, das Objektorientierte Programmierung nach der neuen Methode unterrichtet: "Objects first with Java" von David. J. BARNES und Michael KÖLLING. An diesem Buch werden wir uns weitgehend orientieren, an einigen Stellen dieses Lehrgangs werden wir allerdings auch von dem Buch abweichen. Was wir auf jeden Fall aus dem Buch übernehmen werden, sind die Java-Entwicklungsumgebung BlueJ sowie einige der dort vorgestellten Programmbeispiele. Wenn ich das Wort "wir" verwende, meine ich zur Zeit Herrn Brennemann und mich selbst. Ich hoffe aber, dass in den nächsten Jahren auch die anderen Kollegen und Kolleginnen unserer Schule unserem Beispiel folgen und den Schülern Java nach dieser modernen Methode beibringen werden. Literatur:"Objects first with Java" von David. J. BARNES und Michael KÖLLING. Deutsche Ausgabe kostet ca. 35 Euro (ISBN 3-8273-7073-6) "The problem of teaching object-oriented programming" von Michael KÖLLING, Part 1 - Part 2 (PDF-Dokumente). |
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Zurück zu Folge 1: Wir lernen das Programm kennenDiese HTML-Seite wurde erstellt von Ulrich Helmich am 4. Februar 2005 mit Golive 6. |
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