Helmichs Biologie-Lexikon

Plasmide

Kleine Ringe aus doppelsträngiger DNA, die in Bakterien vorkommen und häufig Gene für pathogene (krankmachende) Eigenschaften oder für die Resistenz gegen bestimmte Antibiotika tragen (Antibiotikaresistenz-Gene). Plasmide können sich unabhängig vom Bakterien-Genom vermehren. Durch Konjugation können Bakterien Plasmide in andere, teils sogar artfremde Bakterienzellen übertragen.

In der Gentechnik spielen Plasmide eine sehr wichtige Rolle als Vektor für die Übertragung der Passagier-DNA.


Neuere Erkenntnisse

Laut einem Bericht der Max-Planck-Gesellschaft kann die Übertragung von Plasmiden für Bakterien auch "nach hinten" losgehen. Plasmide können nämlich nicht nur Gene enthalten, die für Bakterien nützlich sind, sondern auch schädliche Gene, beispielsweise für Toxine (Giftstoffe). Eines dieser Toxine, das Zeta-Toxin, wandelt zum Beispiel einen für den Aufbau der bakteriellen Zellwand wichtigen Zucker in ein giftiges Molekül um.

Quelle: "Bakterien vergiften sich von innen heraus", Max-Planck-Gesellschaft vom 22. März 2011.


Weitere Informationen

Wikipedia

Lexikon der Biologie (Spektrum-Verlag; nur für Abonennten)


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