2.3.2 Die Transkription

Promotoren

Der Promotor

Die RNA-Polymerase bindet bevorzugt an Stellen auf der DNA, die vor einem Genanfang liegen. Eine solche Erkennungs- und Bindungsstelle nennt man Promotor.

Konsensus-Sequenzen

Wenn man die Nucleotid-Sequenzen von einigen hundert verschiedenen Promotoren des Bakteriums Escherichia coli vergleicht, so stellt man das Vorhandensein von Konsensus-Sequenzen fest. Alle Promotoren haben Abschnitte mit auffallender Übereinstimmung in der Basensequenz.

Starke und schwache Promotoren

Die Affinität, mit der die RNA-Polymerase an einen Promotor bindet, hängt sehr davon ab, wie der Promotor mit den Konsensus-Sequenzen der beiden Regionen übereinstimmt. Man spricht hier auch von "starken" und "schwachen" Promotoren.

Gene, die häufig transkribiert werden sollen, haben starke Promotoren, die RNA-Polymerase bindet häufiger an starke Promotoren, und die Bindung ist effektiver, so dass eine hohe Transkriptionsrate erzielt werden kann. Gene, die seltener gebraucht werden, haben entsprechend schwache Promotoren, an die die RNA-Polymerase dann nicht so oft und auch nicht so stark bindet.

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Eukaryotische Promotoren

Das oben Gesagte bezieht sich zum größten Teil auf das Bakterium Escherichia coli und auf andere Prokaryoten. Eukarytische Promotoren sind komplexer, es gibt auch drei verschiedene Typen von Promotoren für die "normalen" Gene, für die tRNA-Gene und für die rRNA-Gene.

Finden des Promotors

Der erste Schritt der Transkription ist die schwache Bindung der RNA-Polymerase an irgendeine Stelle auf der Bakterien-DNA. Von dort aus gleitet sie an der DNA entlang, bis sie auf eine Promotor-Sequenz stößt, an der sie haften bleibt, vor allem, wenn es sich um einen starken Promotor handelt.

Bei Eukaryoten-Promotoren gibt es innerhalb der Promotor-Region wieder mehrere spezifische Abschnitte, auf die hier aber nicht weiter eingegangen werden soll. Jeder dieser Abschnitte hat eine besondere Funktion. So steuert z.B. die CAAT-Box die Effizienz der Transkription, während die TATA-Box den genauen Startpunkt der Transkription bestimmt.


(C) Ulrich Helmich, August 2006





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